Samstag , 21 Oktober 2017
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Ortlieb Seatpost-Bag im Test – Die Satteltasche für kleine Reisen im Praxistest

Ortlieb Seatpost-Bag im Test – Die Satteltasche für kleine Reisen im Praxistest

Mit dem Ortlieb Seatpost-Bag ultraleicht auf Tour

Im gut bestückten Fahrrad-Fachhandel lassen sich viele interessante Radtaschen entdecken. Teilweise auch Taschen finden, die der Hersteller eigentlich für ganz andere Einsätze konzipiert hat. Schon etwas länger her, da wurde die Seatpost-Bag der Marke Ortlieb mit dem Eurobike AWARD 2012 ausgezeichnet. Eigentlich eine klassische Tasche für die Position unter dem Fahrradsattel ist die Seatpost-Bag wohl als solche recht unspektakulär. Interessant ist die Tasche jedoch dadurch, dass man in ihr ein Volumen von maximal 4 Liter vorfindet. Normalerweise kennt man diese Taschen eher groß genug für Werkzeug und Regenjacke, nun aber findet man sehr viel Potential vor, denn zugleich wäre der Taschenadapter belastbar bis 1,5 kg (Gr.S) bzw. 2,5 kg (Gr.M). Weniger für kurze Tagestouren mit Rennrad oder Mountainbike, wozu die Seatpost-Bag durchaus ebenfalls einsetzbar wäre, ist die Tasche bei uns eingeplant gewesen, sondern vielmehr dafür, dass man mit Ihr kleine Mehrtagestouren mit leichten Gepäck meistern kann.

Ortlieb Seatpost-Bag

Ortlieb Seatpost-Bag im Praxistest 008

Vielseitig ist die Tasche. Man kann sie in wenigen Handgriffen am Rennrad oder ans Mountainbike befestigen. Verschweigen wollen wir dabei nicht, dass die integrierte Halterung alles andere als einen guten, vertrauenserweckenden Eindruck hinterlassen hat. Man muss jedoch eingestehen, dass die Halterung unterwegs im Gelände so bombenfest montiert gewesen ist, dass man schon etwas mehr Mühe hatte, sie wieder von der Sattelstange zu lösen. Hier trügt der 1. Eindruck vom variabel einstellbaren Ratschenverschluss, der sich für Sattelstützen mit einem Durchmesser von 25,4 bis 34,9 mm zwar etwas mühselig, aber trotzdem wie man sieht sehr gut einstellen lässt.

Der erste Eindruck ist zumindest beim vorliegenden Modell mit 4 Liter dadurch geprägt, dass man das Rad vor seinen Augen bereits als Lastenesel sieht. In und an der wasserdichten Seatpost-Bag lassen sich allerlei Ausrüstungsgegenstände verstauen und wer z.B. auf Trekkingtouren eher dem ultraleichten Trekking zugewandt ist, kann hier nun in der Tasche das nächtliche Dach über dem Kopf in Form eines Tarp, die komfortable Isomatte, einen kleinen Kocher und eben auch die Notverpflegung für zwei Tage verstauen. Im Innern bieten zwei flache integrierte Netzinnentaschen an der Seite gute Verstaumöglichkeiten. Auf der Oberseite bei der 4 Liter Tasche befindet sich noch ein Spanngurt mit elastischem Kordelzug für das Verstauen von zusätzlicher Ausrüstung. Ist letztendlich alles in der Tasche verstaut, so lässt sie sich mit dem allseits bekannten Rollverschluss verschließen, diesmal jedoch mit Gummizügen an der Seite sichern.

Ortlieb Seatpost-Bag im Praxistest 017

Schaut man auf die Materialien, so gefällt uns hierbei natürlich wieder einmal, dass man eine wasserdichte Satteltasche vorfindet. Die Seatpost-Bag ist aus PU-beschichtetem Nylon- und Corduragewebe. Wer sie in anderen Farben haben will, der greift zu rot, grün oder dem traditionellen schwarz. Hat das Mountain-Bike oder Rennrad keine Schutzbleche, so schirmt die Tasche besonders durch diese Länge sehr gut gegen Spritzwasser ab. Am Ende kann man die Tasche wieder einfach abwischen und hat sie sauber. Mit Blick auf ihren Straßeneinsatz als Tasche beim Rennrad bleibt natürlich auch noch der Hinweis, dass auch hier wieder einmal der Scotchlite-Reflektor für mehr Sicherheit bei Dunkelheit sorgen kann und man ein optionales Rücklicht ebenfalls in die Befestigungslasche an der Ortlieb Seatpost Bag stecken kann.

Satteltasche im Praxistest

Natürlich wäre die Ortlieb Satteltasche ideal für Tagestouren mit Mountainbike oder Rennrad. Dies wäre aber auch schon die Ortlieb SaddleBag, die wir ebenfalls im Dauereinsatz haben und hier bereits getestet wurde. Die Seatpost-Bag hat jedoch vor allem durch die 4 Liter den Reiz, dass man sie auf einer längeren Tour nutzt. Man kann zwar leider nicht alles für eine Mehrtagestour in ihr verstauen, in Kombination mit einer zusätzlichen Lenkertasche für den leider nicht mehr verstaubaren Schlafsack und Topf/Tasse war aber schon eine Wochenendtour möglich. In der Seatpost-Bag untergebracht waren eine Therm-A-Rest NeoAir XLite® und ein RAB Silwing Tarp. Der angesprochene Kocher wäre ein EOE Lithium gewesen.

Wie man sieht, bereits in dieser kleinen bescheidenen Kombination lassen sich Touren im ultraleicht Bereich meistern und wenn das Frühjahr kommt, wird man an diesem Equipment noch sicherlich das ein oder andere perfektionieren, dass nun gerade in der Spontanität nicht möglich war.

Überrascht hat uns vor allem die Halterung. Eigentlich ist man von vergleichbaren Systemen eher eine Verschraubung mit „Blitzverschluss“ gewohnt, dass man hier nun jedoch einen Ratschenverschluss gewählt hat, überrascht etwas, verrichtete jedoch auch abseits befestigter Wege gute Dienste.

Fazit

Unterm Strich ist die Ortlieb Seatpost-Bag eine sehr empfehlenswerte Tasche. Sicherlich eine Frage der Vorlieben, ob man nun wirklich auf Tagestouren eine 4 Liter Tasche braucht oder eher zur kleineren 1,5 Liter Variante greifen mag. Für den Grammjäger beim Trekking ist jedoch gerade die 4 Liter Variante für die Mehrtagestouren auf zwei Rädern interessant. Der „normale“ Trekkingtourengeher im eher klassischen Ausrüstungsrahmen wird entweder beim Volumen seiner Ausrüstung an die Grenzen der Tasche stoßen oder zu nah an die Belastbarkeit des Trägers kommen.

Mit dem Ortlieb Seatpost-Bag ultraleicht auf Tour Im gut bestückten Fahrrad-Fachhandel lassen sich viele interessante Radtaschen entdecken. Teilweise auch Taschen finden, die der Hersteller eigentlich für ganz andere Einsätze konzipiert hat. Schon etwas länger her, da wurde die Seatpost-Bag der Marke Ortlieb mit dem Eurobike AWARD 2012 ausgezeichnet. Eigentlich eine klassische Tasche für die Position unter dem Fahrradsattel ist die Seatpost-Bag wohl als solche recht unspektakulär. Interessant ist die Tasche jedoch dadurch, dass man in ihr ein Volumen von maximal 4 Liter vorfindet. Normalerweise kennt man diese Taschen eher groß genug für Werkzeug und Regenjacke, nun aber findet man sehr viel…

Review Übersicht

1. Eindruck
Gewicht & Größe
Preis
Halterung
Verarbeitung
Verstaumöglichkeiten

Gesamtergebnis

Zusammenfassung : Mit der Ortlieb Seatpost-Bag dürfen die Touren gerne länger gehen. In der 4 Liter Variante überzeugt die Satteltasche mit einem großzügigen Volumen und sowohl auf der Innenseite, als auch außen mit weiteren Verstaumöglichkeiten

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